Archiv-Berichte
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Behindertenhilfe
Weinheim.
Warum sollte ein Auszubildender zum Chemielaboranten eine Woche lange mit Menschen mit geistiger Behinderung
den Tag verbringen? Nicht in seinen Ferien wohlgemerkt, sondern als betrieblich gefördertes Praktikum. "Es geht um
das Erlernen und Fördern von sozialen Kompetenzen. Sie werden heute auch im Berufsleben immer stärker gefordert,"
erklärt Sabine Müller von der Agentur mehrwert, die das Projekt "Lernen in fremden Arbeitswelten" für die BASF in
Ludwigshafen betreut. Dass diese Rechnung aufgeht, zeigen die Erfahrungen der Praktikanten. Einer von ihnen war
Stephan Mehnert. Der angehende Chemielaborant hängte den Labor-Kittel für eine Woche an den Nagel und verbrachte
seine Zeit in der Tagesstruktur des Pilgerhaus’ Weinheim. In der Tagesstruktur werden Menschen mit Behinderungen
betreut, die aus Altersgründen nicht mehr in Werkstätten arbeiten. "Ich habe mit ihnen erzählt, gemalt und gebastelt.
Wir sind spazieren gegangen und ich habe den Mitarbeitern bei den alltäglichen Arbeiten wie Frühstück bereiten
geholfen", erklärt Mehnert. Zwar hatte der junge Mann bereits seinen Zivildienst in einer sozialen Einrichtung geleistet
und dennoch hat er in der Praktikumswoche wieder Neues erlebt: "Es ist immer wieder spannend mit ganz
unterschiedlichen Menschen zusammen zu sein. Man muss sich immer wieder und häufig ganz schnell auf neue
Situationen einstellen. Nicht immer kann man erst fragen, was man tun soll." Dass derartige Erfahrungen nicht allein bei der Arbeit in sozialen Einrichtungen gemacht werden, steht außer Frage. Doch häufig werden sie hier in
konzentrierter Form erfahrbar. "Wir bieten jungen Leute - seien sie Auszubildende, Schüler oder Studierende - immer
wieder gerne die Möglichkeit, bei uns ein Praktikum zu machen", sagt Torsten Deinaß, Leiter der Behindertenhilfe und
erklärt: "Wenn die jungen Menschen bei uns Vorbehalte abbauen können, wenn sie mutiger werden auf Menschen
zuzugehen, die ihnen vielleicht zunächst fremd sind, dann freut uns das." Im Umgang mit Menschen mit
Behinderungen, so Deinaß, zeigen sich viele Menschen aus Unwissenheit unsicher. Das führe zu Ausgrenzung und
Diskriminierung.
Artikel vom: 27.11.2008

Freitag ist Melita-Tag
Pilgerhaus bietet betreutes Wohnen für Menschen mit Behinderungen
"Wenn ich von der Arbeit nach Hause in meine Wohnung komme, dusche ich erst mal und dann mach
ich es mir am Küchentisch gemütlich und löse Kreuzworträtsel oder lese." Was sich wie ein ganz
normaler Feierabend anhört, ist für viele Menschen nicht selbstverständlich. Behinderungen ganz
unterschiedlicher Art sind der Grund, warum sich ihr Alltag von dem anderer unterscheidet. Zu
ihnen gehört Martin K. Den Großteil des Alltags meistert er selbständig: die Fahrt mit dem
öffentlichen Bus zur Arbeit beispielsweise oder Besuche bei der Schwester in Viernheim. Für
anderes braucht er Unterstützung. Dann kommt seine Schwester - oder Melita Buff, die Sozialarbeiterin
aus dem Pilgerhaus.
Freitag ist Melita-Tag. Das hat sich in den vergangenen anderthalb Jahren so eingebürgert.
Aus gesundheitlichen Gründen arbeitet Martin K. freitags nicht. Und so hat er Zeit für die vielen Dinge,
die eben auch erledigt werden müssen: Einkaufen, Saubermachen, Wäsche waschen, Kehrwoche,
Arzt- oder Behördenbesuche. Dabei unterstützt und begleitet ihn Melita Buff. "Doch bevor wir uns
an die Arbeit machen, erzählen wir erst einmal, was die Woche so los war. Über Stress mit Kollegen
oder den Ausflug mit der Freundin am Wochenende", berichtet sie und fügt hinzu: "Diese Gespräche sind
fast noch wichtiger als die praktische Unterstützung. Martin lebt alleine. Da braucht man jemand, wo
man sich mal seinen Kummer von der Seele reden, aber auch Schönes teilen kann." Fast immer bleibt noch
Zeit für gemeinsame Freizeitaktivitäten - eine Fahrrad-Tour beispielsweise oder einen Ausflug ins Schwimmbad.
Martins Schwester ist sehr froh, wie sich die Situation entwickelt hat: "Martin hat immer bei unserer
Mutter gewohnt. Als sie Anfang vergangenen Jahres gestorben ist, stellte sich die Frage, wer nun nach
Martin schaut. Ich habe selbst Familie und bin berufstätig. Außerdem wohne ich in Viernheim - da kennt
Martin niemand. Über Bekannte wusste ich, dass das Pilgerhaus Menschen auch außerhalb des Wohnheims betreut.
Ich habe Kontakt aufgenommen und dann hat es nicht lange gedauert und Frau Buff stand vor der Tür.
Wir haben uns auf Anhieb verstanden. Es erleichtert mich sehr, dass jetzt noch jemand außer mir nach
meinem Bruder sieht. Jemand mit Herz und Sachverstand."
Ohne das Angebot des Pilgerhaus' hätte Martin K. wahrscheinlich nicht in der Wohnung bleiben können,
die Zeit seines Lebens sein Zuhause war und nun auch weiterhin ist. Hier kennt er jeden Winkel und
anfängliche Befürchtungen einiger Nachbarn, "ob das denn gut ginge", haben sich längst zerstreut.
Die vielen Pilgerhaus-Freizeitangebote vom Fußballspielen, übers Kegeln bis zum Basteln stehen allen
Menschen offen, die von Mitarbeitern des Pilgerhaus' betreut werden. Das sorgt für Abwechslung und
schafft Kontakte. Martin K. geht regelmäßig zum Kegeln, beim Fußball hat er schon mal reingeschnuppert.
Und vielleicht schließt er sich dem neuen integrativen TSG Hoffenheim-Fanclub an, der im Pilgerhaus sein
Vereinssitz hat. Auf jeden Fall will er nächstes Jahr wieder mit dem Pilgerhaus auf Reisen gehen.
Denn die zwei Wochen in Ameland war eines der Highlights des zurückliegenden Jahres.
"Das Angebot des betreuten Wohnen richtet sich an Menschen, die recht selbständig sind", erklärt
Hildegard Nörling-Meisner, die im Pilgerhaus diese Form der Betreuung von Menschen mit geistiger
Behinderung koordiniert. Die Betreuung kann ganz unterschiedlich aussehen: Wohnen einige Menschen
wie Martin K. alleine, so leben andere in Wohngemeinschaften. Erhalten einige mehrmals in der Woche
einen kurzen Besuch von ihrer Betreuerin, haben andere einen festen Betreuungstag. "Gemeinsam mit den
betroffenen Menschen und ihren Angehörigen entscheiden, wir was nötig ist. Das kann sich im Laufe der
Zeit auch verändern. Oft begleiten wir den Umzug aus der elterlichen Wohnung in die Selbständigkeit.
Am Anfang ist dann natürlich mehr Hilfe erforderlich. Ein Tagesablauf muss aufgestellt und trainiert
werden. Neue Wege beispielsweise zur Arbeit oder zu Freizeitaktivitäten müssen erkundet und eingeübt
werden. Wer in eine Wohngemeinschaft zieht, muss seine Mitbewohner und ihre Gewohnheiten kennenlernen.
Das sind alles Dinge, bei denen wir helfen."
Die Unterstützung durch die Mitarbeiter des Pilgerhaus' beginnt in der Regel aber lange vor dem Einzug.
Ist diese Form der Betreuung tatsächliche die richtige? Wie findet man die geeignete Wohnung? Wo gibt
es finanzielle Hilfe und wie muss sie beantragt werden? Das sind nur einige der Fragen, auf die Ratsuchenden
im Pilgerhaus Antworten erhalten. Nicht zu unterschätzen sind die Sorgen der Angehörigen, berichtet Hildegard
Nörling-Meisner von zusätzlichem Beratungsbedarf. Viele können sich nur schwer an den Gedanken gewöhnen, dass
ihr Kind oder ihre Schwester beziehungsweise ihr Bruder jetzt alleine wohnen soll. "Diese Sorgen nehmen wir
ernst. Es geht uns immer darum, für die gesamte Familie eine gute Lösung zu finden."
Bis sie gefunden ist, kann es eine Weile dauern. "Aber irgendwann läuft es dann wie von selbst", weiß
Melita Buff aus langjähriger Berufserfahrung. "Dann entwickelt sich zu vielen betreuten Personen und ihren
Angehörigen ein fast freundschaftliches Verhältnis wie bei Martin K. und seiner Schwester." Martin K. und
seine Schwester
können
das nur bestätigen: "Freitag ist Melita-Tag und das ist gut
so!"
Weinheimer Nachrichten, 6.
Dezember 2008
Infokasten:
•
Das Pilgerhaus
Weinheim betreut zurzeit 110 Menschen mit geistiger und teilweise
körperlicher
Behinderung.
• 13 Menschen werden im Rahmen des Betreuten Wohnens in Wohnungen in Weinheim, Hemsbach,
Hirschberg und Heddesheim betreut.
• Das Betreuungsangebot im Betreuten Wohnen umfasst neben lebenspraktischen Hilfen
(Haushalt, Finanzen, Behördengänge, Arztbesuche) auch psychosoziale Komponenten
(Umgang mit Konflikten, Stärkung des Selbstwertgefühls). Die Betreuung wird von
sozialpädagogischen Fachkräften geleistet.
• Informationen über das Betreute Wohnen für Menschen mit geistiger Behinderung erhalten
Interessierte bei Frau Hildegard Nörling-Meisner, Tel. 06201/500521,
E-Mail:
noerling-meisner@pilgerhaus.de

Pilgerhaus-Fußballer siegen im Finale
21 Teams kickten um die nordbadische Meisterschaft
„Ihr könnt den Fußballprofis ein Vorbild sein!“ Turnierleiter Charly M. Mildenberger
war sichtlich begeistert über die Spielfreude und das faire Miteinander der 21 Mannschaften,
die sich vergangenes Wochenende in der Lützelsachsener Gemeindehalle eingefunden hatten. Bereits
zum 18. Mal hat das Pilgerhaus dieses herbstliche Hallenfußballturnier für Menschen mit geistiger
Behinderung ausgerichtet.
Bei diesem größten regionalen Sportereignis seiner Art wurden über 40 Begegnungen ausgetragen,
um in vier Kategorien den entsprechenden nordbadischen Meister auszumachen. Zum ersten Mal überhaupt
in den achtzehn Turnierjahren gab es eine vierte Kategorie. Sie ist speziell Spielern vorbehalten,
die körperlich stärker beeinträchtigt sind. Diese Kategorie ist übrigens im Reglement von
„Special Olympics“ (den olympischen Spielen für Menschen mit geistigen Behinderungen) Pflicht.
Dass sich hierfür auf Anhieb sechs Teams angemeldet haben, zeigt, wie wichtig und notwendig diese
Erweiterung war. Einen Unterschied in Sachen Einsatz, Engagement und Begeisterung war in den vier
Kategorien allerdings nicht festzustellen. Die Stimmung in der Lützelsachsener Gemeindehalle war
von Anfang an hervorragend – sowohl bei den Spielern als auch bei deren Betreuern und dem zahlreichen
Publikum.
Der faire sportliche Umgang untereinander verblüffte die beiden Schiedsrichter aus den Reihen des
Leo-Clubs Mannheim-Kurpfalz, der Jugendorganisation der Lions-Clubs. Fair und hoch motiviert kämpften
die Sportler um jeden Ball. „Super Fußball und eine tolle Stimmung“ – zeigten sich der Lützelsachsener
Ortsvorsteher Bertold Gaber, der Verwaltungsratsvorsitzende des Pilgerhauses Hans-Jürgen Walther sowie
Heimleiter und Geschäftsführer Thomas Diehl beeindruckt. Fast schon Partystimmung dann auch bei den
Finalspielen, bei denen vier 7-Meter-Schießen nötig waren. Dem Gastgeber Pilgerhaus blieb dieses Los
erspart: Das Pilgerhaus-Team gewann sein Finalspiel souverän mit 3:0. Am Ende hatten die Mannschaften
aus Mannheim, Bruchsal, Bensheim und Darmstadt die Nase vorn und verwiesen Karlsruhe, Lebenshilfe-IKB
Weinheim, Bretten, Sinsheim, Auerbach und Hattersheim auf die Plätze. Die Vorjahressieger aus Mosbach
und Schwarzach hatten dieses Jahr weniger Glück. Dennoch erfreuten sich alle bei der viel umjubelten
Siegerehrung an den zahlreichen Pokalen. Sie waren erneut vom Lions-Club Mannheim-Rosengarten gestiftet,
der mit zahlreichen Helfern vor Ort war. Mit lobenden Grußworten der Lions-Club-Präsidentin Dr. Susanne
Friedmann und gestärkt durch „Norbert´s rollende Pizza“ traten die über 200 Fußballer am späten Nachmittag
ihre Heimreise an.
Weinheimer Nachrichten, 24.
Oktober 2008
Club der Pantoffelhelden spendet besondere Nestwärme
Die Pantoffelhelden der Weinheimer Kolpingsfamilie verbreiten nicht nur in der Fastnachtszeit Freude.

Die dort verbreitete gute Laune zeigte jetzt seine freudigen Nachwirkungen im Pilgerhaus Weinheim, wo eine
neue Vogelnestschaukel übergeben wurde. "Die Einnahmen unserer Sitzungen kommen traditionell einem
guten Zweck zugute", erklärte Gerhard Knapp, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Weinheim. Dieses Jahr fiel
die Wahl auf das Pilgerhaus. Die Bewohner freuen sich über eine funkelnagelneue Vogelnestschaukel. Wie
in einem Nest geborgen, können darin auch Menschen mit stärkeren körperlichen Behinderungen sicher
schaukeln. "Der Blick von Menschen mit körperlichen Behinderungen richtet sich mehr noch als bei Menschen
ohne Behinderungen auf den Boden. In der Vogelnestschaukel kann man die Weite des Himmels entdecken,
sich in sicherer Umgebung als Teil der Schöpfung erfahren", erklärt Heilerziehungspfleger Michael Mildenberger,
der sich die Schaukel besonders für die Menschen gewünscht hat, die ihm im Bereich "Tagesstruktur"
anvertraut sind. Dort werden Menschen mit geistiger und teilweise körperlicher Behinderung betreut, die das
Rentenalter erreicht haben oder nicht in den Werkstätten für Menschen mit Behinderungen beschäftigt werden
können. Im geschützten Innenhof eines Wohnheimes gelegen, haben alle Bewohnerinnen und Bewohner
Zugang zur Schaukel, die beim Familienfest schon eifrig genutzt worden war. "Es ist schön zu sehen, wie viel
Spaß die Menschen hier an unserem Geschenk haben", freute sich auch Hubert Engelhardt, der Ehrenpräsident
des CdP. Thomas Diehl, Heimleiter und Geschäftsführer des Pilgerhauses, ist dankbar über die großzügige
Spende und die tatkräftige und fachmännische Unterstützung der Bauunternehmung Knapp beim Aufbau der
Schaukel. Er stellte fest: "Wir sind auf derartige Hilfe angewiesen, wenn wir unseren Bewohnern ein geborgenes
und förderndes Umfeld bieten wollen. Wir freuen uns sehr, dass uns der Club der Pantoffelhelden 2222,22 Euro
ins Nest gelegt hat, und wir dadurch ein solches kaufen konnten." Bild: Kopetzky zg
Weinheimer Nachrichten, 15. Juli 2008
SmS-Pokale für die stärksten Gruppen
Weinheim
So sehen Sieger aus: Oberbürgermeister Heiner Bernhard ehrte als Schirmherr die sportlichsten Kindergärten
und Grundschulen.
"Ich habe sogar einen Zehn-Jahres-Vertrag angeboten bekommen, weil ich so klasse geworfen habe",
antwortete der achtjährige Philipp Pflästerer Oberbürgermeister Heiner Bernhard bei der Siegerehrung von
"SmS - Sport mit Spaß" für die teilnehmerstärksten Gruppen.
Dabei zog der Schirmherr in kindgerechter und lockerer Form den Schlussstrich unter die vierte Auflage der
Sportmeile, die rund 1400 Kinder samt Eltern oder Großeltern in Bewegung gebracht hatte.
In Anwesenheit der SmS-Stationsleiter Nina Berbner, Christina Eitenmüller, Otto Fleck, Werner Isselhorst,
Andrea Magenreuter, Carmen Harmand, Isabella Hengesbach, Sabine Umann, Hans van Dijk und
Koordinatorin Renate Schnelle dankte OB Bernhard den 15 beteiligten Sportvereinen und seinem Amt für
Schulen, Sport und Bäder für ihren Einsatz.
An 22 Sport- und Spielstationen sei wieder viel Einfallsreichtum bewiesen worden, um Weinheims Kinder
spielerisch an den Sport heranzuführen. Lob gab es auch für das
integrative Konzept der Veranstaltung durch die Einbeziehung von Lebenshilfe-IKB und Pilgerhaus. Der
Bürgersaal im Alten Rathaus war prall gefüllt mit den kleinen Weinheimer Olympioniken aus jeweils sechs
Schulen und Kingergärten und zwei Organisationen der Behinderten- und Jugendhilfe. Total aufgeregt und
aufgedreht waren sie alle, denn die Platzierungen waren noch streng geheim.
Wie alles bei SmS lief auch die Verleihung der Siegerpokale ohne Stoppuhr. Der Oberbürgermeister hatte
genügend Zeit eingeplant, sodass alle gebührend erwähnt und "auf dem Treppchen" strahlend und stolz die
Pokale entgegennehmen konnten. Die Platzierungen wurden im Verhältnis Gesamtkinderzahl zu
SmS-Teilnehmerzahl ausgewertet.
Weinheimer Nachrichten, 30. Jun. 08
Weinheimer Schwimmer erfolgreich
Weinheim
In Karlsruhe fanden kürzlich die "Special Olympics" statt, bei denen insgesamt 3700 geistig behinderte Athleten
aus 16 Bundesländern antraten. In 17 verschiedenen Disziplinen gaben sie ihr Bestes. Mehr als 1300 Betreuer
und Helfer waren vor Ort und fanden dort sehr viel Unterstützung von Helfern und Volontären der Schulen und
Partnerfirmen. Die Special-Olympics-Wettbewerbe orientieren sich am Vorbild der olympischen Spiele. Das
olympische Zeremoniell ist deshalb ein wesentlicher Bestandteil der Eröffnungsfeier. Wie bei den olympischen
Spielen werden eine Fahne gehisst, ein Eid gesprochen und das olympische Feuer entzündet. Das Ziel
lautet: "Lasst mich gewinnen! Doch wenn ich nicht gewinnen kann, lasst mich mutig mein Bestes geben!"
Insgesamt 16 Beschäftigte der Diakoniewerkstätten Rhein-Neckar nahmen daran teil. Vier der Athleten davon
gingen für die Diakoniewerkstatt Weinheim in der Disziplin Schwimmen an den Start und erreichten großartige
Ergebnisse!
Weinheimer Nachrichten, 28. Juni 08
Beide sind in all den Jahren
gewachsen
Weinheim
Seit 80 Jahren ist die diakonische Einrichtung der Jugend- und Behindertenhilfe Pilgerhaus genossenschaftliches
Mitglied der Volksbank Weinheim. Zu diesem besonderen Jubiläum gratulierte der Vorstandssprecher der
Volksbank Weinheim, Wolf-Dietrich Möller, dem Vorstand des Pilgerhauses Hans-Jürgen Walther und
Anneliese Metzger und überreichte als Geschenk einen Spendenscheck.
Als 1928 das Pilgerhaus die Mitgliedschaft zeichnete, befand sich die damalige "Vereinsbank Weinheim"
im Gebäude des heutigen Grundbuchamtes in der Ehretstraße /Ecke Moltkestraße. Die Mitgliederzahl lag in
diesem Jahr bei 2825. Heute, 80 Jahre später, hat die Volksbank Weinheim über 20100 Mitglieder. Bundesweit
haben die Genossenschaftsbanken über 16 Millionen Mitglieder.
Die Geschichte des Pilgerhauses geht auf das Jahr 1848 zurück, als die Idee entwickelt wurde, ein
Rettungshaus zu gründen, "um der elenden Verwahrlosung und dem leiblichen und geistigen Zugrundegehen
der großen Mehrzahl unehelicher oder verwaister Kinder" Abhilfe zu schaffen. Menschen zu helfen, diese Idee
ist auch der Grundgedanke aus der sich die genossenschaftlichen Banken entwickelten.
Zwei Jahre später, 1851, konnte mit dem Hausbau des Pilgerhauses begonnen werden. Ab 1981 öffnete sich
das Pilgerhaus der Behindertenhilfe, das Angebot richtet sich an Kinder, Jugendliche und deren Familien, die in
besonders belastenden Lebenssituationen sind. Wolf-Dietrich Möller versprach, für die nächsten 80 Jahre
weiterhin ein guter Partner in allen finanziellen Fragen zu sein und bedankte sich für die Treue und das Vertrauen
zur Volksbank Weinheim.
Weinheimer Nachrichten, 13. Jun. 08
Lukasgemeinde und Pilgerhaus feiern gemeinsam Abend-Gottesdienst
Weinheim
Unter dem Motto "Wir sind alle Schafe einer Herde" feiert die Lukasgemeinde gemeinsam mit dem Pilgerhaus
am 1. Juni um 18 Uhr einen Abend-Gottesdienst. Wer in Weinheim nach dem Weg zum Pilgerhaus fragt, der
bekommt fast immer die Auskunft "Sie kennen doch die Schafwiese an der B3 bei Lützelsachsen". Die Schafe
gehören zum Pilgerhaus einfach dazu - die weißen und die schwarzen. Das Bild vom guten Hirten, der seine
Schafe auf einer grüne Wiese weidet, ist auch in der Bibel zu finden. Gemeinsam mit dem Pilgerhaus lädt
Bezirksdiakoniepfarrerin Birgit Risch herzlich zu diesem etwas anderen Gottesdienst ein: "Er gibt auch die
Möglichkeit, einen kleinen Blick in das Leben der Häuser hinter der Schafwiese zu werfen." Und sie fügt
augenzwinkernd hinzu: "Je besser wir einander kennenlernen desto mehr werden wir feststellen, dass wir
tatsächlich alle zur gleichen Herde gehören." Zum besseren Kennenlernen besteht im Anschluss an den
Gottesdienst, die Möglichkeit bei Getränken und Gebäck ins Gespräch zu kommen.
Ein gruselschöner Tag
Weinheim
Der Ausflug in den Holiday Park sorgte bei den Bewohnern des Pilgerhauses für eine willkommene Abwechslung.
Weinheim. Urlaubsstimmung pur herrschte auf dem Hof des Pilgerhauses: In Hawaihemd oder Sommershirt mit
Sonnenhut und Rucksack warteten über 50 Bewohner der Behindertenhilfe und zwölf Schüler der
Peter-Koch-Schule des Pilgerhauses auf den Bus, der sie zum Tagesauflug in den Holiday Park Hassloch
bringen sollte.
Am späten Nachmittag dann bot sich ein ähnliches Bild. Etwas müde zwar, aber voller Begeisterung über den
ereignisreichen Tag kehrten die Urlauber nach Lützelsachsen zurück. Dazwischen lagen viele Stunden voller
Spaß und Freude. Während die einen Aufregung und Abenteuer suchten und sich vor Wildwasser und
feuerspeienden Drachen nicht fürchteten, genossen andere bei einer beschaulichen Bootsfahrt das bunte
Treiben - oder erklommen eine Torte. "Einmal im Jahr lädt der Holiday Park soziale Einrichtungen zu einem
kostenfreien Besuch ein. Das ist für unsere Bewohner und unsere Schüler immer ein besonderes Ereignis.
Die meisten können sich Besuche in Freizeitparks aus finanziellen Gründen nicht leisten und genießen diese
Einladung ganz besonders", freut sich Heimleiter Thomas Diehl.
Weinheimer Nachrichten, 15. Mai 2008
Pilgerhaus macht bei Aktionstag mit
Weinheim
Pech gehabt. Treppen, schlecht lesbare Hinweisschilder, unverständliche Behördenformulare - Hindernisse,
die ein problemloses Leben in unserer Gesellschaft möglich machen, gibt es überall. "Pech gehabt" heißt
es da nicht für Menschen mit Behinderungen, sondern auch für ältere Menschen oder Eltern, die mit einem
Kinderwagen unterwegs sind. Das ist nicht nur in Deutschland so, sondern überall auf der Welt. Um diesen
Missständen begegnen zu können, hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen im Dezember 2006
das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen verabschiedet. Im März
vergangenen Jahres hat die Bundesregierung den Völkervertrag unterschrieben. Mit ihrer Unterschrift
hat sie sich verpflichtet das Ratifkationsverfahren einzuleiten, das heißt die Zustimmung von Bundestag
und Bundesrat einzuholen. Geschehen ist das bisher nicht.
Bürger sensibilisieren
"Deshalb nehmen wir am 5. Mai am europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen teil",
erklärt Torsten Deinaß, Leiter der Behindertenhilfe im Pilgerhaus Weinheim, wo über 100 Menschen mit
Behinderungen leben. "Wir wollen, dass Worten Taten folgen. Wir wollen die Bevölkerung für die
Schwierigkeiten sensibilisieren, die viele Menschen in unserer Gesellschaft erfahren. Und wir wollen den
Politikern deutlich machen, dass wir mehr erwarten als Sonntagsreden", heißt es in einer Pressemitteilung
des Pilgerhauses.
Mit dem Spiel "Teilhabe? Oder Aussetzen" können sich die Besucher des Infostands an der OEG-Haltestelle
des Pilgerhauses den ganzen Tag über die Schwierigkeiten behinderter Menschen im Alltag informieren.
Beispielsweise darüber, dass die Arbeitslosenquote weit über der durchschnittlichen Arbeitslosenquote liegt
oder dass rund ein Viertelmillion Menschen so gut wie keine Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt haben
und für weniger als 200 Euro monatlich in speziellen Werkstätten arbeiten.
Alle sind gefragt
"Bei dem von Aktion Mensch und vielen Verbänden unterstütztem Protesttag geht es aber nicht nur darum,
mit dem Finger nach Berlin zu zeigen", erklärt Deinaß - auch wenn er sich über jede Unterschrift freut, die die
Regierung auffordert, das Ratifizierungsverfahren einzuleiten. "Wir alle sind gefragt an einer Gesellschaft
mitzuarbeiten, in der keiner "aussetzen" muss, sondern alle gewinnen."
Weinheimer Nachrichten, 29. Mai 2008
Tolles Theater, klasse Publikum
Weinheim
Weinheim. "Dass wir alle zusammen ins Theater gehen können, gibt es eigentlich nur einmal im Jahr.
Nämlich immer dann, wenn die Theatergruppe der TSG Lützelsachsen, die Kulissenschieber, uns zu
ihrer Generalprobe einlädt", sagte Charly Mildenberger, Heilerziehungspfleger in der Behindertenhilfe
des Pilgerhauses. Ein ganz besonderer Anlass also, den die Bewohner auch dieses Jahr wieder
uneingeschränkt genossen.
Die Verwirrungen um die Nachbarschaftsfamilien und den "irren Theodor", so der Name des
Lustspiels, nahm das Publikum bis zur letzten Minute gefangen - und darüber hinaus, wie die Rufe
nach Zugaben deutlich machten. In ihrem Urteil waren sich Bewohner und Betreuer einig: "Tolles Theater!"
Dass der Abend die Bewohner keinen Cent gekostet hat, ist ein besonderes Geschenk.
"Viele können sich einen Theaterbesuch gar nicht leisten", erklärte Mildenberger. "Ein klasse Publikum",
bescheinigte seinerseits der TSG-Vorsitzender Rainer Müller den Besuchern.
Weinheimer Nachrichten, 16. April 2008
Steigende Ansprüche, hohe Kosten
Breiten Raum nimmt im Pilgerhaus die Arbeit mit behinderten Menschen ein.
Weinheim. Ausgeglichene Bilanzen für 2006 und 2007 präsentierte die Verwaltungsleiterin
des Pilgerhauses Beate Leinert den Mitgliedern des Vereins Pilgerhaus bei der diesjährigen
Mitgliederversammlung. Mit einemUmsatz von rund sechs Millionen Euro im vergangenen Jahr
und fast 150 Mitarbeitern stellt das Pilgerhaus einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor in der Region
dar. Erfolgreiche Begleitungen von Kindern und Jugendlichen im Bereich Jugendhilfe, ein
ausgelastetes Wohnheim im Bereich Behindertenhilfe - das Pilgerhaus könnte zufrieden sein.
Und ist es im Rückblick auf das vergangene Jahr auch, wie Geschäftsführer Thomas Diehl
betonte: "Wir haben allen Grund dankbar zu sein. Wir konnten die uns anvertrauten Menschen gut
betreuen. Unsere Mitarbeiter arbeiten mit großem Engagement und wir erhalten viel Unterstützung
aus der Bevölkerung." Der Blick in die Zukunft macht jedoch deutlich, vor welchen großen
Herausforderungen das Pilgerhaus sowohl im Bereich der Jugend- als auch der Behindertenhilfe steht.
Die Mitglieder des Vereins zeigten sich betroffen von der sozialpolititschen Tendenz, ambulante Hilfen
auf Kosten von stationären Begleitungen auszubauen. Zwar sei es im Bereich der
Behindertenhilfe zu begrüßen, wenn die betroffenen Menschen mehr Selbstbestimmungs-
möglichkeiten erlangen - dies müsse jedoch im Rahmen einer verantwortbaren Machbarkeit
stattfinden und nicht kostengetrieben sein. Unverständnis rief auch die sozialpolitische
Diskussion über das Wohnen von Senioren mit geistiger Behinderung hervor, in der Kostenträger
die Unterbringung der Betroffenen in Alten- und Pflegeheimen favorisieren. Für die auch auf Pflege
angewiesenen Bewohner des Pilgerhauses würde dies bedeuten, dass sie mit Erreichen des
Rentenalters das Pilgerhaus verlassen müssten.
Auch im Bereich der Jugendhilfe ist der Trend zur Ambulantisierung zu verzeichnen, obwohl
Fachverbände immer wieder deutlich machen, dass ambulante Hilfen für viele Kinder und
Jugendliche nicht ausreichend sind. Diehl unterstrich in seinem Bericht, dass die Mitarbeiter des
Pilgerhauses zunehmend gefordert werden: "Bis Kinder und Jugendliche eine umfassende Betreuung
erhalten wie wir sie anbieten, haben sie häufig schon eine "Karriere" an Erziehungshilfe-Maßnahmen
hinter sich, was ihre Betreuung nicht leichter macht." Zunehmend weisen die zu betreuenden Kinder und
Jugendlichen seelische Behinderungen auf.
Sowohl Jugend- als auch Behindertenhilfe stehen unter starkem Kostendruck: Steigenden
Personalausgaben stehen sinkende Zuwendungen der Kostenträger für die Betreuung von der
einzelnen behinderten und jungen Menschen gegenüber. "Ständige Verhandlungen mit den
Kostenträgern binden viel Zeit und Energie", bedauerte Diehl.
Intern ist es besonders der ältere Gebäudebestand, der das Pilgerhaus vor finanzielle
Herausforderungen stellt. Im vergangenen Jahr konnte die Sanierung des alten Schulgebäudes
erfolgreich abgeschlossen werden.
Weit größere Belastungen stellen der bauliche Zustand der Waschküche und der Wohngebäude
dar, die an die Neubauten der Behindertenhilfe anschließen. "Die Lage ist ernst", betonte abschließend
der Vorsitzende des Pilgerhaus Vereins, Hans-Jürgen Walther, doch man wolle sich in Vorstand,
Verwaltungsrat und mit der Leitung des Pilgerhauses den Herausforderungen stellen.
Die einstimmige Entlastung von Vorstand, Verwaltungsrat und Heimleitung durch die Mitglieder zeigte
eindrucksvoll, dass sie das uneingeschränkte Vertrauen der Mitglieder besitzen.
Auch das Pilgerhaus ist mittendrin!
Unter dem Motto "Mittendrin statt außen vor" hat das badenwürttembergische Ministerium für
Arbeit und Soziale Anfang Mai Tage der Menschen mit Behinderung ausgerufen. Aus diesem
Anlass kickt das Fußballteam der Behindertenhilfe am 8. Mai um 18.30 auf dem Fußballplatz
des Pilgerhaus gegen eine Fußball-Mannschaft der Stadt Weinheim. Gäste sind herzlich
willkommen!
Am 5. Mai findet bundesweit der von Aktion Mensch unterstützte "Europäische Protesttag
zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen" statt. Das Pilgerhaus nimmt mit einem
Infostand an der OEG-Haltestelle an dieser Aktion teil.
Auch hier freuen wir uns über Ihren Besuch!
Neben dem Malen viel Zeit für Gespräche
Mit Begeisterung dabei: Bewohner des Pilgerhauses und Mitglieder des Lions Clubs Mannheim
verzierten gemeinsam Ostereier.
Kurzzeitig hatte man am frühlingshaften Nachmittag auf der Terrasse des Pilgerhauses den
Eindruck, als sei der
Osterhase schon
fleißig unterwegs: 60 Eier wollten die Bewohner des
Pilgerhauses gemeinsam mit Mitgliedern des Mannheimer Lions-Clubs bemalen und plötzlich
schien die Hälfte verschwunden.
Das Rätsel löste sich schnell. Die verschwunden geglaubten Eier befanden sich zum größten
Teil in den vielen Bechern, die mit roter, blauer, grüner oder gelber Flüssigkeit gefüllt die
Hühnereier in Ostereier verwandeln sollten. Das braucht etwas Zeit und Geduld.
Für die "Ostereier-Verzierer", die mit Aufklebern, Pinseln, Schwämmchen oder Stiften auf ihren
Einsatz warteten, war das nicht immer leicht auszuhalten. Einer der häufigsten Dialoge an
diesem Nachmittag bestand aus den zwei Sätzen: "Ist das jetzt fertig? Nein, tut's noch mal rein".
Doch Geduld und Mühe lohnten sich. Am Ende lagen, teilweise in Glanzpapier verpackt, alle
Eier liebevoll verziert in großen Körben; bereit jetzt tatsächlich vom Osterhasen versteckt zu werden.
Neben der Arbeit blieb viel Zeit für Gespräche: Da unterhält ein Bewohner seine Mitmaler mit
der Imitation von Tierstimmen - die eierlegende Henne fehlt dabei nicht. Eine andere erzählt, dass
sie jetzt endgültig ins Pilgerhaus einzieht. "Solche Angebote, die nicht nur für einzelne
Wohngruppen gelten, sind eine gute Gelegenheit, dass sich alle Bewohner und Betreuer im
Pilgerhaus noch besser kennenlernen", erklärt Gruppenleiter Rainer Giese und ist dankbar für
die ehrenamtliche Unterstützung der Lions-Club-Mitglieder.
"Wir freuen uns immer über Besuch und wenn der dann noch zusätzliche Abwechslung in
den Alltag bringt, wie heute das Ostereiermalen, ist das besonders schön." Klaus-Martin Stürmer
vom Lions Club kommt schon fast zwanzig Jahre ins Pilgerhaus:"Es macht einfach immer wieder
Freude hier zu sein, Freundschaften zu pflegen und auch zu sehen, wie manche der Bewohner
aufblühen, wenn sie längere Zeit im Pilgerhaus liebevoll betreut werden."
Weinheimer Nachrichten, 22 . März 08
Ungewohnt aber richtig nett
Konfirmanden zu Gast im Pilgerhaus
Mit einer Gruppe von völlig fremden Menschen Kegeln zu gehen, Fußball zu spielen
oder zu malen, ist allein schon schwierig genug. Wenn man selber dazu noch ein
ganzes Stück jünger ist als die Gruppenteilnehmer, wird es noch komplizierter. Und
wenn die Menschen, mit denen man einen Abend verbringen möchte, Menschen mit
Behinderungen sind, macht das den Besuch für nicht behinderte Jugendliche auch
nicht einfacher. Die Konfirmanden der Lützelsachsener Kirchengemeinde haben
diese Herausforderung angenommen. Ihr Fazit: Es war ganz schön aufregend aber
richtig nett.
Pfarrer Hartmut Friedrich und der Leiter der Behindertenhilfe des Pilgerhauses Torsten
Deinaß wollten vor allem eines: Den Konfirmanden, die in der Regeln keinen Kontakt
zu Menschen mit Behinderungen haben, zeigen, wie normal das Leben im Pilgerhaus
ist. Und das ist gelungen. "Irgendwie hatte ich mir das ganz anders vorgestellt. Aber
wir haben richtig gut Fußball zusammengespielt und ich bin als Schiedsrichterin gleich
akzeptiert worden", berichtet eine Konfirmandin. "Ein Bewohner hat uns sein Zimmer
gezeigt - da war ich echt überrascht. Das war richtig gemütlich. So ein Heim hatte ich
mir anders vorgestellt", ergänzt ein anderer.
Beim Erfahrungaustausch wird deutlich, wie verschiedenen die Menschen sind und
dass dies nicht allein mit dem Grad der Behinderung zu tun hat. "Manche Menschen
sind einfache offener als andere und manche leben eher zurückgezogen", bringt es
Pfarrer Friedrich auf den Punkt. Und dazu gehört dann auch, dass man eben gerade
keine Lust hat, die von den Konfirmanden vorbereiteten Spiele mitzumachen. "Das
war zwar irgendwie ein bisschen Schade, aber ist dann auch okay", gibt ein Konfirmand
zu.
Die Jugendlichen, die die Malgruppe besucht hatten, wiesen noch auf eine andere
Besonderheit des Pilgerhauses hin. Dort malen Menschen mit Behinderungen zusammen
mit Jugendlichen, die im Bereich der Jugendhilfe im Pilgerhaus betreut werden.
"Wir haben regelmäßig Besuch von Konfirmanden auch aus anderen Gemeinden",
erklärt Deinaß. "Darüber freuen wir uns. Möglichkeiten, Kontakte zwischen Menschen
mit Behinderungen und ohne Behinderungen zu fördern, nehmen wir gerne an."
Weinheimer Fußballfan reist ins Schalke-Trainingslager
Für Schalke-Fan Uli Richter wurde ein Traum wahr
"Es war wie ein Sechser im Lotto!", Uli Richters Begeisterung über seine Reise mit der
Mannschaft des Bundesligisten Schalke 04 ist immer noch deutlich spürbar. Fotos, Fanschal
und der Handschuh von Torwart Manuel Neuer zieren jetzt die Wände seines Zimmers.
Der Weinheimer Fußballfan gehört zu rund hundert Schalke-Fans, die "ihre" Mannschaft ins
türkische Trainingslager nach Belek begleiten durften.
"Wir haben im Nachbarhotel der Spieler gewohnt, konnten uns alle Trainingsspiele ansehen.
Wir hatten auch wirklich Gelegenheit, mit den Leuten zu reden", erzählt Richter. Die meiste
Zeit ist er auf den Rollstuhl angewiesen und dadurch weniger mobil ist als andere. Doch das
war dafür kein Hindernis für viele intensive Gespräche. Selbstverständlich kam man nach
allgemeineren Gesprächen über die laufende Saison schnell ins Fachsimpeln. Schließlich steht
Richter selbst regelmäßig auf dem Platz: Er ist Torwart in der Mannschaft der Behindertenhilfe
des Pilgerhaus Weinheim und hat sogar schon an den Special Olympics teilgenommen, den
Olympischen Spielen für Menschen mit Behinderungen. Seine Mannschaftskollegen haben
jede Berichterstattung über das Trainingslager in den Medien mitverfolgt und Richter mit einem
"Wir haben dich im Fernsehn gesehen" nach seiner Reise empfangen.
Trainiert wird die Pilgerhaus-Mannschaft von Charly Mildenberger, der selbst seit vielen Jahren
Schalke-Fan ist. "Über den Newsletter des Fanbeauftragten von Schalke habe ich von der
Möglichkeit erfahren, am Trainingslager teilzunehmen und gleich gedacht, das wäre eine tolle
Sache für Uli und mich", berichtet der Heilerziehungspfleger. Nachdem die finanzielle Seite
geprüft und die Urlaubsanträge bewilligt waren, stand der Reise nichts mehr im Wege.
"Uli war in seinem Rollstuhl so etwas wie der heimliche Star der Fans - so ein Rollstuhl fällt halt
auf", blickt Mildenberger zurück, dem die familiäre Atmosphäre unter den Schalke Fans
besonders gut gefallen hat. "Die Leute kamen aus allen Teilen der Bundesrepublik.
Vom Porsche- bis zum Klapperkisten-Fahrer, vom Jugendlichen bis zur 84-jährigen Großmutter
war alles vertreten. Sport verbindet - das war in Belek deutlich zu spüren!"
Engagement für Behinderte im Vordergrund
Fünf Projekte hat die Unternehmensgruppe Freudenberg gestern ausgezeichnet.
Zum dritten Mal stellt die Unternehmensgruppe Freudenberg insgesamt 20000 Euro zur Förderung
sozialer Projekte in Weinheim und der Region zur Verfügung. Mit der Initiative "Wir tun was"
werden Vereine, Institutionen, konfessionell und nicht konfessionell-gebundene Gruppen
unterstützt, die sich die Förderung von Toleranz, Nächstenliebe und Gemeinsinn zur Aufgabe
gemacht haben. Der Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf dem Engagement für Behinderte. Den Einsatz der ehrenamtlichen Mitstreiter würdigten Cornelia Buchta-Noack, Leiterin
Unternehmenskommunikation, und Dr. Ditmar Flothmann, Geschäftsleitung der Freudenberg Service KG.
"Die Jury hat sich mit insgesamt 18 vielfältigen, ansprechenden und überzeugenden Vorhaben
auseinandergesetzt, die alle die Grundidee unseres Fördervorhabens auf ihre ganz besondere
Weise erfüllt haben", lobte Lorenz Freudenberg, Leiter der Konzernfunktion Personal, die Qualität
der Projekte.
Integrativer Hoffenheim-Fanclub
Im Pilgerhaus hat sich kürzlich ein integrativer Fanclub für die TSG 1899 Hoffenheim gebildet,
der bereits 42 Mitglieder hat. Freudenberg spendiert den Fans eine Fahrt mit dem Rollstuhlreisebus
nach Gelsenkirchen, damit sie das Saisonfinale ihrer Mannschaft "auf Schalke" live erleben können.
Freudenberg wird auch 2009 wieder 20000 Euro für die Initiative "Wir tun was" zur Verfügung stellen.
Infos unter www.freudenberg.de/Weinheim-Wir-tun-was.
Artikel vom: 05.12.2008
Spende statt Geschenke
Weinheim.
"Ein tolles Geschenk", freut sich Thomas Diehl, Geschäftsführer des Pilgerhauses Weinheim,
über die 500 Euro, die Vertriebsleiter Jens Müller und Franziska Vogt (Finanzen) von der
Astralpool GmbH der Jugend- und Behindertenhilfe-Einrichtung anlässlich des bevorstehenden
Weihnachtsfests überreichte.
Der Hirschberger Anbieter von Schwimmbadprodukten verzichtet dieses Jahr auf Weihnachtsgeschenke
für seine Kunden. "Ich bin sicher, dass es im Sinne unserer Geschäftspartner ist, anstelle von
kleinen Aufmerksamkeiten für jedermann eine größere Spende an eine soziale Einrichtung zu übergeben",
erklärt Müller die Hintergründe der Spendenübergabe.
Weinheimer Nachrichten vom:
13.12.2008
Altersdurchschnitt bereitet Sorgen
Ehrungen und Spendenübergaben gehörten zum Programm der Herbst- und Seniorenfeier
des AWO-Ortsvereins Lützelsachsen-Hohensachsen.
Lützelsachsen. Die Aula der Grundschule Lützelsachsen war bei der Herbst- und Seniorenfeier
des AWO-Ortsvereins Lützelsachsen-Hohensachsen gut besetzt. An den Ehrentischen nahmen auch
Bundestagsabgeordneter Lothar Binding, Landtagsabgeordneter Hans Georg Junginger, Ortsvorsteher
Berthold Gaber, AWO-Ehrenvorsitzender Siegfried Volkmann sowie der Vorsitzende des AWO-Kreisverbandes,
Rainer Dellbrügge, Platz.
Vorsitzender Klaus Häfner hieß auch Vertreter des Fördervereins der Martinsschule Ladenburg,
der Kindergruppe "Die frechen Degus" aus Ladenburg und des Pilgerhauses Lützelsachsen willkommen.
Häfner wies besorgt darauf hin, dass es dem Ortsverein an jungen Mitgliedern mangelt.
Der Altersdurchschnitt des 111 Mitglieder zählenden Vereins steige immer mehr. Dank sagte er allen
ehrenamtlichen Helfern.
Zum Programmauftakt bot unter Chorleitung von Volker Schneider der Männergesangverein 1850 Hohensachsen
einen bunten Melodienstrauß von Herbstliedern wie dem "Fröhlichen Ständchen" oder dem Weinlied
"Künstlerblut - Musikanten aus der Pfalz". Für feine Tenor-Solis sorgten Peter Bontenakel und Bernd Daum.
Zum Kaffeeplausch erfreute das Querflötenensemble der Musikschule Badische Bergstraße. Nicht mit Applaus
sparte das Publikum bei Variationen über Franz Schuberts berühmtes Lied "Die Forelle". Die Veranstaltung
gab auch den Rahmen für eine besondere Ehrung, die der Vorsitzende des AWO-Kreisverbandes, Rainer Dellbrügge,
vornahm. Seine Aufgabe in der AWO hatte Siegfried Volkmann immer mit besonderem Pflichtbewusstsein erfüllt.
Er ist seit 30 Jahren Mitglied und war 20 Jahre davon Vorsitzender sowie 10 Jahre zweiter Vorsitzender.
Vor 15 Jahren wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt und vor 10 Jahren wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft
verliehen. Für seine ehrenamtlichen Verdienste erhielt er die Ehrenmedaille in Bronze mit Urkunde des
AWO Bezirksverbandes Baden. Volkmann bedankte sich für die Ehrung und appellierte sowohl an die Jüngeren
als auch an die Älteren, mitzuarbeiten und nicht nachzulassen im sozialen Dienst um das Wohl bedürftiger Menschen.
Auch in Zeiten finanzieller Engpässe gibt die AWO Spenden an hilfsbedürftige Einrichtungen.
Die Empfängerin der Spende für die Martinsschule in Ladenburg für körperbehinderte Kinder erklärte, dass
man damit ein Projekt finanziere, bei dem den Kindern die Teilnahme am täglichen Leben zugänglicher gemacht wird.
Das Pilgerhaus, in dem 108 Behinderte betreut werden, will das Geld für die Neugestaltung des Schulhofes
verwenden. Der Vertreterin der Ladenburger Kindergruppe "Die frechen Degus" wies darauf hin, dass man mit
der Spende einen Gruppenraum einrichten und Bastelmaterial anschaffen werde. Dem sozialpsychiatrischen Dienst
in Weinheim wurde ebenfalls eine Spende überreicht. Bundestagsabgeordneter Lothar Binding hob in seinem
Grußwort hervor, dass sich die AWO mit ehrenamtlichem Engagement und professionellen Dienstleistungen den
großen Problemen im sozialen Bereich stelle.
Großartig dann der Auftritt von Erich und Heidrun von der Lützelsachsener Band "Brothers & Others",
die mit Flöten- und Gitarre die Feier ausklingen ließen. G.J.
Artikel vom: 31.10.2008
7-Gänge, 82 Gäste und 4000 Euro für einen Lifter
Kochen für einen guten Zweck – das ist für den Viernheimer Kochclub Amuse Gueule seit
einigen Jahren eine gute Tradition. Dieses Jahr kam die Behindertenhilfe des Pilgerhaus
Weinheim in den Genuss des Kochevents und mit ihr rund 80 Gäste aus der Region. Abgerundet
wurden die Gaumenfreuden durch die exquisiten Weine des Weinguts Schröder aus Muckensturm.
Am Ende gab es viele zufriedene Gesichter – besonders glücklich ist der Behindertenhilfe:
Seit vielen Jahren wünscht sich das Pilgerhaus einen Lifter mit dem schwer körperlich behinderten
hatte mit einer großzügigen Spende von 2000 Euro im Frühjahr einen ersten entscheidenden
Schritt in Richtung dieser Anschaffung getan. Doch weitere 4000 Euro fehlten noch. Diese
große Lücke ist jetzt geschlossen.
Großer Dank gilt dem Kochclub Amuse Gueule und allen Sponsoren:
Weingut Schröder in Muckensturm, Weinheimer Leder GmbH, Amend, Getränke-Müller,
Odenwald-Quelle, Hundemer-Bäckerei, Silvia‘s Floral-Design, Markus-Kirchengemeinde,
Bert Forschelen & Partner, Tisch & Tafel, Göbel’s Geflügel Schlemmerland,
Theusser Fischdelikatessen, Heidelberg Factoring und Schott Zwiesel und viele Privatpersonen.
Bericht Benefizessen 2008 im pdf-Format
Jugendhilfe
Jugendliche Pilgerhaus-Fußballer mit neuem Outfit
Sport Bihn überlässt Trainingsanzüge zum Einkaufspreis

In einer Gesellschaft, in der immer wieder beklagt wird, dass der Sinn für Gemeinschaft und Allgemeinwohl verloren
geht, gewinnt besonders der Mannschaftssport an Bedeutung. Kein Wunder also, dass in einer Einrichtung der
Jugendhilfe wie dem Pilgerhaus in Weinheim der Fußball zu den beliebtesten Sportarten zählt – zumal dort
überwiegend Jungen betreut werden. Sozialpädagoge Paul Jöst, selbst leidenschaftlicher Fußballspieler, trainiert mit
zwei Kollegen verschiedene Teams und begleitet sie auf Turniere im südhessischen und nordbadischen Raum: „Bei uns
stehen Fairness und Teamgeist noch vor sportlichen Erfolgen“, unterstreicht er. Um dieses Gemeinschaftsgefühl
sichtbar zu stärken, wünschte er sich schon seit langem einheitliche Trainingsanzüge für seine Mannschaft. Die Gelder
dafür waren in der sozialen Einrichtung knapp. Unterstützung fand Jöst jetzt bei Bruno Bihn. Der Inhaber des
gleichnamigen Sportgeschäfts in Wald-Michelbach besorgte den Pilgerhaus-Fußballern die Anzüge zum Einkaufspreis.
„Voll cool“, lautet dann auch das einstimmige Echo der Spieler.
Wenn aus Ytong-Steinen Kunst wird
Kunst-AG der Jugendhilfe des Pilgerhaus‘ präsentiert Bilder und Skulpturen

Frei nach Josef Beuys, so erklärte Kunsterzieherin Maren Appel in ihren einführenden Worten zur Kunstausstellung im
Pilgerhaus Weinheim, ist Kunst dann Kunst, wenn sie den Betrachter zu neuen Gedanken anregt. In diesem Sinne ist
das, was die Teilnehmer der Kunst-AG der Jugendhilfe geschaffen haben, zweifelsohne Kunst. Rege Gespräche der
Besucher bei der Ausstellungseröffnung vergangenen Donnerstag in den Räumen des Pilgerhaus‘ machten dies
eindrucksvoll deutlich. Sorgfältig ausgearbeitet, im Detail gestaltet und liebevoll präsentiert, entdeckten die Gäste in den
Bildern und Objekten Vieles, das zum Nachdenken anregte. „Bei der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen ist mir
besonders wichtig, dass sie frei aus sich heraus gestalten können. Dass sie das ausdrücken können, was sie bewegt.
Die Kunst-AG ist eine Oase, in der es nicht um Leistung geht“, gab Appel Einblicke in ihre Arbeit. Wie eigene
Erlebnisse Einzug in die gestalterische Arbeit gefunden haben, zeigen beispielsweise nachempfundene
Graffitimauersteine – entstanden nach einer Reise an die Berliner Mauer oder die Comicfigur Sponge-Bob, künstlerisch
in Szene gesetzt. Neben abstrakten Objekten, Arbeiten, die sich an die Werke großer Meister anlehnen – wie ein Bild,
das ganz offensichtlich Friedrich Hundertwasser zum Vorbild hatte – waren auch gegenständliche Werke zu betrachten:
ein metergroßer Alligator aus Pappmaché beispielsweise oder ein aus Ytong gehauener Elefant. „Spannend zu sehen
ist, dass in vielen Objekten Gegenstände verarbeitet sind, die ursprünglich ganz andere Aufgaben hatten - wie
Türbeschläge oder Ytong-Steine. Die Lebens- und Erfahrungsgeschichte der Kinder und Jugendlich fließt mit ein und so
werden beispielsweise aus Ytong-Steine Elefanten“, erläuterte Michael Engel, Leiter Jugendhilfe, in seiner Begrüßung
Dieses Verweben von Gegenständlichem und eigener Geschichte sei für die jungen Künstler aber auch für die
Betrachter der Kunstwerke eine spannende Entdeckungsreise, so Engel. Für die Kinder und Jugendlichen bedeutete
die festlich begangene Ausstellungseröffnung, Friedhild Seeliger und ihre Querflöten-Schülerin Alexandra Nitzsche
sorgten für die musikalische Umrahmung, eine besondere Anerkennung ihres Schaffens. „Sich künstlerisch zu
betätigen, ist für Jungen zwischen 8 und 16 Jahren aus Sicht von Altersgenossen ja nicht unbedingt cool. Dass sie es
trotzdem tun, zeigt auch wie wertvoll die Arbeit von Frau Appel ist“, würdigte Engel das Engagement der Pädagogin.
Besonders Bonbon für die Künstler: Viele der Werke wurde im Laufe des Abends verkauft. Bildtext: Wer von der
OEG-Haltestelle Pilgerhaus nach Lützelsachsen läuft, den begrüßen seit einigen Tagen einige ernste Gestalten.
Sie wurden von Schülern der zum Pilgerhaus gehörenden Peter-Koch-Schule gefertigt.
Weinheimer Nachrichten, 21. November 2008
"Fairplay" steht wieder im Vordergrund
Weinheim
Toleranz und ein faires Miteinander lernen, über den sportlichen Wettbewerb den eigenen Horizont erweitern
sowie sich mit Gleichaltrigen treffen und austauschen: All diese Ziele verfolgen die Fußballturniere, die reihum
von verschiedenen Kinder- und Jugendheimen in Nordbaden ausgerichtet werden. Am Samstag war wieder
das Pilgerhaus Weinheim mit seinem Sommerturnier an der Reihe.
Drei Schüler- und vier Jugendmannschaften beteiligten sich an dem Kleinfeldturnier auf dem Sportplatz beim
Pilgerhaus. Dessen Jugendliche waren zusätzlich auch in den organisatorischen Bereich eingebunden. So
kümmerten sich Tobias Kahl und Haroun Ben Mbarek etwa um die Turnierleitung.
Insgesamt sechs Partien absolvierten die drei Schülerteams (bis 13 Jahre) in einer Vor- und Rückrunde.
Platz eins belegte das Kinder- und Jugendheim Baden-Baden vor der Pilgerhaus-Mannschaft und dem
Peter-Hebel-Heim Mannheim.
Zwölf Spiele mussten die vier Jugendteams (bis 15 Jahre) austragen, ehe die Endplatzierung feststand.
Allerdings wirkte bei der Pilgerhaus-Außenstelle Mannheim der Peter-Koch-Schule am Schifferkinderheim
ein 16-Jähriger mit, so dass die Mannheimer letztlich außer Konkurrenz gewertet wurden. Der erste Platz
ging somit an das Pilgerhaus, gefolgt vom Jugenddorf Klinge und dem Peter-Hebel-Heim Mannheim.
Einen Sonderpreis gab es mit der "Fairplay-Auszeichnung" für Kevin de Pascalis (Klinge). In einem Einlagespiel
standen sich noch die Pilgerhaus-Jüngsten und die E-Jugend der SG Hohensachsen gegenüber. bk
Weinheimer Nachrichten, 7 Juli 08
SmS-Pokale für die stärksten Gruppen
Weinheim
So sehen Sieger aus: Oberbürgermeister Heiner Bernhard ehrte als Schirmherr die sportlichsten Kindergärten
und Grundschulen.
"Ich habe sogar einen Zehn-Jahres-Vertrag angeboten bekommen, weil ich so klasse geworfen habe",
antwortete der achtjährige Philipp Pflästerer Oberbürgermeister Heiner Bernhard bei der Siegerehrung von
"SmS - Sport mit Spaß" für die teilnehmerstärksten Gruppen.
Dabei zog der Schirmherr in kindgerechter und lockerer Form den Schlussstrich unter die vierte Auflage der
Sportmeile, die rund 1400 Kinder samt Eltern oder Großeltern in Bewegung gebracht hatte.
In Anwesenheit der SmS-Stationsleiter Nina Berbner, Christina Eitenmüller, Otto Fleck, Werner Isselhorst,
Andrea Magenreuter, Carmen Harmand, Isabella Hengesbach, Sabine Umann, Hans van Dijk und
Koordinatorin Renate Schnelle dankte OB Bernhard den 15 beteiligten Sportvereinen und seinem Amt für
Schulen, Sport und Bäder für ihren Einsatz.
An 22 Sport- und Spielstationen sei wieder viel Einfallsreichtum bewiesen worden, um Weinheims Kinder
spielerisch an den Sport heranzuführen. Lob gab es auch für das
integrative Konzept der Veranstaltung durch die Einbeziehung von Lebenshilfe-IKB und Pilgerhaus. Der
Bürgersaal im Alten Rathaus war prall gefüllt mit den kleinen Weinheimer Olympioniken aus jeweils sechs
Schulen und Kingergärten und zwei Organisationen der Behinderten- und Jugendhilfe. Total aufgeregt und
aufgedreht waren sie alle, denn die Platzierungen waren noch streng geheim.
Wie alles bei SmS lief auch die Verleihung der Siegerpokale ohne Stoppuhr. Der Oberbürgermeister hatte
genügend Zeit eingeplant, sodass alle gebührend erwähnt und "auf dem Treppchen" strahlend und stolz die
Pokale entgegennehmen konnten. Die Platzierungen wurden im Verhältnis Gesamtkinderzahl zu
SmS-Teilnehmerzahl ausgewertet.
Weinheimer Nachrichten, 30. Jun. 08
Steigende Ansprüche, hohe Kosten
Breiten Raum nimmt im Pilgerhaus die Arbeit mit behinderten Menschen ein.
Weinheim. Ausgeglichene Bilanzen für 2006 und 2007 präsentierte die Verwaltungsleiterin
des Pilgerhauses Beate Leinert den Mitgliedern des Vereins Pilgerhaus bei der diesjährigen
Mitgliederversammlung. Mit einemUmsatz von rund sechs Millionen Euro im vergangenen Jahr
und fast 150 Mitarbeitern stellt das Pilgerhaus einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor in der Region
dar. Erfolgreiche Begleitungen von Kindern und Jugendlichen im Bereich Jugendhilfe, ein
ausgelastetes Wohnheim im Bereich Behindertenhilfe - das Pilgerhaus könnte zufrieden sein.
Und ist es im Rückblick auf das vergangene Jahr auch, wie Geschäftsführer Thomas Diehl
betonte: "Wir haben allen Grund dankbar zu sein. Wir konnten die uns anvertrauten Menschen gut
betreuen. Unsere Mitarbeiter arbeiten mit großem Engagement und wir erhalten viel Unterstützung
aus der Bevölkerung." Der Blick in die Zukunft macht jedoch deutlich, vor welchen großen
Herausforderungen das Pilgerhaus sowohl im Bereich der Jugend- als auch der Behindertenhilfe steht.
Die Mitglieder des Vereins zeigten sich betroffen von der sozialpolititschen Tendenz, ambulante Hilfen
auf Kosten von stationären Begleitungen auszubauen. Zwar sei es im Bereich der
Behindertenhilfe zu begrüßen, wenn die betroffenen Menschen mehr Selbstbestimmungs-
möglichkeiten erlangen - dies müsse jedoch im Rahmen einer verantwortbaren Machbarkeit
stattfinden und nicht kostengetrieben sein. Unverständnis rief auch die sozialpolitische
Diskussion über das Wohnen von Senioren mit geistiger Behinderung hervor, in der Kostenträger
die Unterbringung der Betroffenen in Alten- und Pflegeheimen favorisieren. Für die auch auf Pflege
angewiesenen Bewohner des Pilgerhauses würde dies bedeuten, dass sie mit Erreichen des
Rentenalters das Pilgerhaus verlassen müssten.
Auch im Bereich der Jugendhilfe ist der Trend zur Ambulantisierung zu verzeichnen, obwohl
Fachverbände immer wieder deutlich machen, dass ambulante Hilfen für viele Kinder und
Jugendliche nicht ausreichend sind. Diehl unterstrich in seinem Bericht, dass die Mitarbeiter des
Pilgerhauses zunehmend gefordert werden: "Bis Kinder und Jugendliche eine umfassende Betreuung
erhalten wie wir sie anbieten, haben sie häufig schon eine "Karriere" an Erziehungshilfe-Maßnahmen
hinter sich, was ihre Betreuung nicht leichter macht." Zunehmend weisen die zu betreuenden Kinder und
Jugendlichen seelische Behinderungen auf.
Sowohl Jugend- als auch Behindertenhilfe stehen unter starkem Kostendruck: Steigenden
Personalausgaben stehen sinkende Zuwendungen der Kostenträger für die Betreuung von der
einzelnen behinderten und jungen Menschen gegenüber. "Ständige Verhandlungen mit den
Kostenträgern binden viel Zeit und Energie", bedauerte Diehl.
Intern ist es besonders der ältere Gebäudebestand, der das Pilgerhaus vor finanzielle
Herausforderungen stellt. Im vergangenen Jahr konnte die Sanierung des alten Schulgebäudes
erfolgreich abgeschlossen werden.
Weit größere Belastungen stellen der bauliche Zustand der Waschküche und der Wohngebäude
dar, die an die Neubauten der Behindertenhilfe anschließen. "Die Lage ist ernst", betonte abschließend
der Vorsitzende des Pilgerhaus Vereins, Hans-Jürgen Walther, doch man wolle sich in Vorstand,
Verwaltungsrat und mit der Leitung des Pilgerhauses den Herausforderungen stellen.
Die einstimmige Entlastung von Vorstand, Verwaltungsrat und Heimleitung durch die Mitglieder zeigte
eindrucksvoll, dass sie das uneingeschränkte Vertrauen der Mitglieder besitzen.
Nachwuchs-Fußball sammeln Turniererfahrung
Jugendliche aus dem Pilgerhaus kicken in Klinge-Seckach
Acht Mannschaften der Interessengemeinschaft Nordbadischer Heime nahmen vergangenen
Samstag am traditionellen Hallenfußballturnier in Klinge-Seckach für Spieler unter 13 Jahren teil.
Darunter zwei Mannschaften der Jugendhilfe des Pilgerhauses. Gespielt wurde mit drei
Feldspielern, ohne Tormann auf kleine Tore. Von Beginn an war Spannung in dem Turnier bei
dem das Teilnehmerfeld, das bis auf die spielerisch überragende Heimmannschaft Klinge 1, sehr
eng beieinander lag.
Die in dieser Besetzung erstmals bei einem Turnier spielenden Mannschaften Pilgerhaus 1+2
kämpften engagiert, mussten sich am Ende aber gegen die übrigen Mannschaften geschlagen
geben. "Unsere Spieler haben tolle Leistungen gezeigt, sehr fair gespielt und wertvolle Turniererfahrung
gesammelt", freuen sich Trainer Jochen Mühlbauer, Sebastian Roskosch und Paul Jöst.
Mehr als nur Skifahren
Jugendliche des Pilgerhaus fahren ins Allgäu
Muss das denn sein? Ihr müsst ja viel Geld haben! Solche Sätze ist Ulrike Kaiser gewohnt, wenn sie
erzählt, dass sie mit "ihren" Kindern für eine Woche ins Allgäu zum Skilaufen fährt. Diese Reaktion ist
zunächst auch nicht ganz unverständlich. Denn bei Kaisers Schützlingen handelt es sich um Kinder
aus der Jugendhilfe des Pilgerhaus', für deren Tagesbetreuung die Jugendämter die Kosten tragen.
Aber erstens, erklärt die engagierte Pädagogin immer wieder geduldig, kostet die Unterbringung der
Kinder keine zehn Euro am Tag und ist damit gar nicht so teuer. Und zweitens sprechen eine Vielzahl
von erzieherischen Gründen für derartige Veranstaltungen.
"Natürlich lernen die Kinder auch Skifahren", erklärt Kaiser, die selbst die nötige Lehrbefähigung
besitzt und damit kein Geld für teure Skischulen ausgeben muss, "aber eigentlich geht es um viel
mehr." Es geht beispielsweise darum, einmal fern vom schulischen und familären Alltag das eigene
Leben zu organisieren. Das fängt beim Betten machen und dem Richten der Skikleidung an und hört
beim abendlichen Befeuern des Ofens auf. Rund um die Uhr zusammenleben, dass bedeutet auch
Konflikte aushalten. "Da kann man nicht mal so einfach seinen Kram hinschmeißen und abhauen,
wenn's nicht so läuft, wie man gerade will", erklärt Kaiser. Da müssen Lösungen gefunden werden.
Außerdem ergeben sich viele ungeplante Gesprächsmöglichkeiten zwischen Kindern und Erziehern -
beim Frühstück vorbereiten, beim Anstehen am Lift, beim Wegräumen der nassen Skikleidung. "Hier
erfahren wir häufig ganz viel von den Sorgen und Nöten unserer Kinder", berichtet Kaiser. Das
erleichtert auch die Arbeit im Alltag. Denn sinnvoll helfen kann nur, wer weiß, was sein Gegenüber
bewegt.
Nicht immer sind Kaisers Schützlinge gleich Feuer und Flamme, wenn die Skifreizeit ansteht.
"Unsere Kinder haben da genauso Heimweh wie alle anderen auch", erklärt Kaiser. Zunächst spricht
sie deshalb ausführlich mit den Eltern. Nur wenn Eltern und Erzieher an einem Strang ziehen, können
die Kinder und Jugendlichen die nötige Hilfe erfahren. Und wenn das erste Heimweh überwunden ist,
macht die Freizeit dann auch richtig
Spaß - da waren sich auch dieses Jahr alle Teilnehmer einig.
Schule
Mit Spaß die Energie rauslassen
Weinheim. Mit dem SV Werder Bremen gewann er als Abwehrspezialist den DFB-Pokal, mit Wormatia Worms stieg er in diesem Jahr als Trainer in die Fußball-Regionalliga auf: Bernhard Trares bestritt als Fußball-Profi 281 Spiele in der 2. und 183 in der 1. Bundesliga. Am Donnerstag war er in ganz anderer Funktion im Weinheimer Pilgerhaus zu Gast: als Botschafter seines Sports.
Über Trares' ehemaligen Mitspieler Paul Jöst kam der Kontakt nach Lützelsachsen zustande. "Ich habe Bernhard mal
beim Kaffetrinken getroffen und gefragt, ob er sich einen Besuch bei uns vorstellen könnte", sagt Pilgerhaus-Betreuer
Jöst. Der trainiert die Jungs montags und donnerstags jeweils anderthalb Stunden. "Falls wir das schaffen", sagt Jöst
und lacht. Schließlich gilt es bis zu 30 Kinder im Training unter einen Hut zu bringen. Das ist Schwerstarbeit.
Am Donnerstag gab es keine Probleme, die Kinder im Zaum zu halten, die Ankunft von Bernhard Trares wurde heiß
ersehnt. "Die Fragen unterscheiden sich nicht zu anderen Kindern", erzählt Trares. Wie groß ist Dein Haus? Was
verdient man als Profi? Wie kommt man weiter im Sport? Damit bombardierten die Jungs den 43-jährigen Fußball-Experten.
Anschließend wurde dann auch gekickt und Trares entdeckte einige Talente. "Mir geht es darum, Spaß am Fußball zu
vermitteln und die Kinder konnten richtig Energie rauslassen", sagt Bernhard Trares.
Manchmal gelänge es auch, die Jungs ins Vereinstraining zu schicken, sagt Paul Jöst. "Wenn wir es packen, dass sie
vereinsfähig werden, dann haben wir viel erreicht." Und Bernhard Trares gibt den Ball dann auch gleich an die Vereine
weiter. "Alles was man zur Integration braucht ist doch eine sozial starke Gruppe. Wenn die hinnehmen kann, dass es
sich bei einem Spieler um einen eigentlich feinen Kerl handelt, der ab und an mal aus den Nähten platzt, dann ist viel
gewonnen." Trares hatte im Pilgerhaus jedenfalls Spaß und hofft auf ein Wiedersehen. AT
Weinheimer Nachrichten:
20.09.2008
Erfolgreich in Kunst, Kultur und Schule
Schüler der Peter-Koch-Schule ausgezeichnet
Besonderen Fleiß zeigten Patrik Klein und Rino Messina von der Peter-Koch-Schule in Mannheim-Seckenheim im
vergangenen halben Jahr: Zum einen verlassen beide Schüler jetzt die Außenstelle der Weinheimer-Peter-Koch-Schule
mit einem Abschlusszeugnis in den Händen. Der erfolgreiche Hauptschulabschluss bescherte Patrik Klein einen
Ausbildungsplatz als Konditor. Sein Klassenkamerad hofft noch auf die Unterzeichnung eines Ausbildungsvertrag mit
einem Gartenbau-Betrieb.
Neben den Vorbereitungen für den Schulabschluss nahmen beide am 55. Europäischen Wettbewerb "Dialog der Kulturen"
teil. Für ihre Collagen über europäische Hauptstädte erhielten beide Schüler Urkunden. "Wir sind sehr stolz auf unsere
Schüler", freut sich Lehrerin Martina Wiemann. "Sie haben die Aufgabe mit viel Engagement, Sachverstand und Kreativität
umgesetzt." Zusätzlich zur künstlerischer Inspiration war medientechnisches Knowhow gefragt: das Internet war Hauptquelle
für das Collagematerial.
Schüler der Peter-Koch-Schule bauen Barfußpfad
Umweltpreis der Stadt Mannheim erhalten
Die Natur selbst erfühlen und andere daran teilhaben lassen - unter dieser Überschrift stand ein Projekt, das die Schüler der
Peter-Koch-Schule/Außenstelle am Johann Peter Hebel-Heim durchführten und das ihnen einen Preis der Stadt Mannheim
einbrachte. "Als Auszeichnung für Leistungen auf dem Gebiet des Umweltschutzes innerhalb der Gemarkung Mannhein" - so
ist es auf der Urkunde zu lesen.
Gemeinsam mit dem Waldhaus Mannheim, dem Waldpädagogikzentrum des Rhein-Neckar-Kreises, haben die Schüler einen
Barfußpfad konzipiert und gebaut. Wo kann der Pfad platziert werden? Welches Material eignet sich? Wo kommt es in der Natur
vor? Wie bekommen wir es? Und wie bauen wir den Pfad so, dass die Materialien nicht weg rollen? Nachdem Antworten auf diese
Fragen gefunden waren, ging es mit Hammer und Säge zur Sache.
"Unsere Schüler haben viel gelernt", zeigt sich Lehrer Hans-Dieter Jablowsky zufrieden. "Neben der planerischen und der
handwerklichen Arbeit haben sie erfahren, dass Engagement für andere Spaß machen kann. Schließlich kann der
Barfußpfad von allen Waldbesuchern genutzt werden."
Nach den Ferien wird weiter gelernt
Weinheim

Sie haben den Hauptschulabschluss geschafft (von links): Halil Emre Koc, Irfan Aliti und Tobias Kahl mit dem stellvertretenden
Leiter der Peter-Koch-Schule, Wolfgang Mildner. Bild: kopetzky
"Weiter zur Schule gehen, was sonst?!" Die Frage, was sie denn jetzt nach ihrem erfolgreichen Hauptschulabschluss an der
Peter-Koch-Schule machen wollen, beantworten Irfan Aliti, Tobias Kahl und Halil Emre Koc wie aus einem Munde.
"Heute braucht man den Realschulabschluss, wenn man eine gute Lehrstelle haben will, und das will ich", sagt Irfan Aliti.
Selbstbewusst und zielstrebig zeigt sich der junge Mann, der am Freitag in einer Feierstunde sein Zweier-Zeugnis vom
stellvertretenden Schulleiter Wolfgang Mildner in Empfang genommen hat. Auch Tobias Kahl und Halil Koc, die ihre Zeit an der
Peter Koch Schule mit einem Dreier-Zeugnis abgeschlossen haben, wollen sich weiter qualifizieren.
"Wir haben viele Herausforderungen in den vergangenen Jahren gemeinsam gemeistert", freut sich Mildner, der die
Abschlussklasse betreut hat. "Aber", betonte er in seiner Ansprache, "auf die jungen Leute warten immer noch genug
Schwierigkeiten und ich hoffe, dass sie weiter gut begleitet werden". Die kleinen Klassen sowie die intensive und engagierte
Betreuung an der Peter-Koch-Schule haben wesentlich zu ihrem guten Zeugnis beigetragen, sind sich die Absolventen sicher.
Auch die nachmittägliche Begleitung - Hausaufgabenbetreuung inklusive - durch die Erzieher der Jugendhilfe des Pilgerhaus
Weinheim war ein wichtiger Baustein zum schulischen Erfolg. So feierten Schüler, Lehrer und Erzieher das Abschlussfest
gemeinsam. Das bunte Rahmenprogramm mit viel Musik gipfelte im traditionellen Fußballspiel Schüler gegen Lehrer und Erzieher.
Und das endete erstmals in der Geschichte der Schule mit einem 2:0 Erfolg für die Schüler.
Erst austoben, dann lernen
Weinheim
Jonglierbälle, Hüpfsäcke, Gymnastikreifen, Stafelstäbe und ein großes buntes Fallschirmtuch - das sind nur einige der
Bewegungsmaterialien, die die Peter-Koch-Schule des Pilgerhaus Weinheim in ihrem Fundus hat.
"Das sind alles Dinge, die den Schülern viel Spaß machen, aber wir aus unserem normal Budget für Sportgeräte nicht zahlen
können", erklärt Anne Weihrauch, Sportlehrerin an der Peter-Koch-Schule. Eingesprungen ist die Gesellschaft für
Sportförderung. Sie hat eine große Zahl von lokalen Sponsoren gewonnen. Darunter viele Unternehmen und Ärzte, die dem
Pilgerhaus und der Peter-Koch-Schule seit vielen Jahren verbunden sind. "Nicht nur im Sportunterricht, sondern auch in den
Pausen ist Bewegung für die Schüler ganz wichtig. Sie lernen spielerisch auf andere Rücksicht nehmen, lernen ihre Kräfte und
Fähigkeiten und ihre Grenzen kennen. Das macht viel mehr Spaß, wenn ansprechendes Sportmaterial zum Einsatz kommt",
unterstreicht Weihrauch. Wenn sich die Kinder und Jugendlichen in den Pausen ausgetobt haben, dann fällt auch das
anschließend still Sitzen und Lernen leichter.
Weinheimer Nachrichten, 25.
Jun. 08
Wieso es brennt und wie man löscht
Grundschüler der Peter-Koch-Schule besuchen die Feuerwehr
Drei Dinge sind für ein Feuer nötig: große Hitze, Sauerstoff und Material, das
brennen kann, erklärt Michael Tilger, Brandschutzerzieher der Weinheimer Feuerwehr
den Grundschülern der Peter-Koch-Schule des Pilgerhauses. Nimmt man eines der drei
Dinge weg, geht das Feuer aus. Tilger veranschaulicht seine Erklärung mit einfachen
Experimenten. Das über die Kerze gestellte Glas verhindert den Sauerstoffnachschub,
die Kerze geht aus.
Dass bei größeren Bränden ein Wasserglas nicht ausreicht, wissen auch die
Grundschüler, die sich bereits im Vorfeld ihres Besuchs ausgiebig mit dem Thema
beschäftigt haben. Was aber verbirgt sich nun genau hinter den vielen Klappen und
Türen eines Löschfahrzeugs? Neben Geräten für das Löschen
von Bränden beispielsweise auch die große Blechschere. Sie kommt zum Einsatz,
wenn Wege verstellt oder Verletzte beispielsweise in Fahrzeugen eingeklemmt sind. Die ist
ja ganz schön groß und schwer, staunen die Grundschüler.
Faszinierend auch die Leitzentrale der Feuerwehr mit ihren vielen Monitoren und Schalttafeln.
Krönender Abschluss des Besuchs ist zweifelsohne die Fahrt mit einem
Löschfahrzeug – auch wenn nur eine Runde auf dem Parkplatz gedreht wird, denn
schließlich muss das Fahrzeug im Ernstfall sofort zur Verfügung stehen. Das
verstehen auch die Kinder der Peter-Koch-Schule, aber schade finden sie es doch.









