Integrative Wohngruppe gestartet

Miteinander leben - Füreinander da sein

Inklusion alltagstauglich, in unmittelbarer Nachbarschaft - dieses Anliegen steht hinter dem neuen Wohnprojekt der Behindertenhilfe im Pilgerhaus, das diese Woche gestartet ist. Menschen mit und ohne Unterstützungsbedarf leben dabei in einer vom Pilgerhaus angemieteten Wohnung als Wohngemeinschaft zusammen.

Die Wohngemeinschaft besteht aus vier Frauen: Drei Frauen mit unterschiedlichen Behinderungen im Alter von Mitte 20 bis Mitte 30 Jahre haben sich mit einer angehenden Heilerziehungspflege- helferin zusammen gefunden, um gemeinsam in der Weinheimer Weststadt zu wohnen und den Alltag meistern. Die Bewohnerinnen leben dabei weitgehend selbstständig aber nicht allein, im Bedarfsfall steht ihnen die junge Frau unterstützend zur Seite und ist als zentrale Bezugsperson in unmittelbarer Nähe. Parallel findet eine Betreuung durch Fachkräfte des Pilgerhauses statt. Das bringt den drei Frauen Freiraum um ihr Leben möglichst selbstständig zu gestalten und gibt Sicherheit, sich im Bedarfsfall auf kompetente Hilfe verlassen zu können. Für die junge Auszubildende bietet die Wohngemeinschaft mit den Bewohnerinnen erste wertvolle Berufspraxis und bringt durch den zur Verfügung gestellten Wohnraum auch finanzielle Entlastung. So profitieren alle davon. Darüber hinaus bietet die WG genügend Platz für Gesellschaft, Freundschaft und Lebenserfahrung - wie jede andere WG auch.

Pilgerhaus Vorstand Uwe Gerbich-Demmer ist von dem in der Region einzigartigen Betreuungsmodell überzeugt: "Mit dem neuen Wohnangebot können wir auf individuelle
Bedürfnisse sinnvoll eingehen und kommen dem Gedanken der Inklusion von Menschen mit Behinderung in unserem alltäglichen Lebensumfeld ein Stück näher."

Damit die Voraussetzungen für das gemeinsame Wohnen stimmen, haben sich die vier Frauen bereits ein 3/4 Jahr vorher kennengelernt und beschnuppert. „Sympathie, gemeinsame Interessen und Vorlieben sind eine wichtige Basis für jede Wohngemeinschaft", erklärt Hildegard Nörling-Meisner, Wohnbereichsleiterin im Pilgerhaus, die die vier jungen Frauen bei diesem Wohnprojekt beraten hat und auch weiterhin begleitet.

Das Pilgerhaus bietet seit vielen Jahren Menschen mit Behinderung ein vielfältiges Spektrum an ambulanten und stationären Betreuungsangeboten.  Das Betreute Wohnen - alleine oder in einer Wohngemeinschaft - gehört neben dem Begleiteten Wohnen in der Familie zu den wichtigsten ambulanten Angeboten. Im Rahmen des persönlichen Budgets können ergänzend individuelle Unterstützungsleistungen in Anspruch genommen werden. Mit dem gemeinschaftlichen Wohnen von Menschen mit und ohne Behinderung ist jetzt eine neue Wohnform hinzugekommen. 2012 feiert die Behindertenhilfe im Pilgerhaus ihr 30-jähriges Bestehen.

Wenn Sie Fragen zu unseren ambulant betreuten Wohnangeboten haben, wenden Sie sich bitte an Hildegard Nörling-Meisner, Telefon: 06201-5005-21 oder Email: noerling-meisner@pilgerhaus.de