Schulgarten
Gartenbau und Naturschutz - Erfolgreiches erstes Jahr - Neue Projekte in 2012
Trotz nicht immer angenehmer Witterungsverhältnisse startete das neue Gartenbau-Projekt des Pilgerhauses bereits im Herbst 2010. Ziel ist es, das gegenüber dem Pilgerhaus befindliche Ackergelände wieder verwertbar zu machen und zum Anbau von Obst und Gemüse zu nutzen.
Dafür triftt sich die Förderklasse der Peter-Koch-Schule-Außenstelle Mannheim-Süd am Schifferkinderheim unter Anleitung ihrer beiden Betreuer einmal in der Woche zu Arbeiten auf dem Feld. Angeschlossen haben sich auch die Außenstelle in Heidelberg am Luise Scheppler-Heim und das Stammhaus in Weinheim.
Das Projekt findet im Rahmen des neuen Schulkonzepts "Werk-statt-Schule" statt, bei dem ein verstärkter Praxisbezug den Kindern und Jugendlichen helfen soll, Sachthemen besser nachzuvollziehen und mit mehr Motivation zu lernen.
Start Gartensaison
Pünktlich zur Gartensaison im Frühjahr 2011 hat die Projektgruppe mit der Aussaat und Pflanzung der selbstgezogenen Jungpflanzen begonnen. Jede Gruppe bearbeitet ihr eigenes Beet, bei dem jeder Schüler einen eigenen Bereich gestalten kann. Neben Blumen gedeihen verschiedene Gemüse-Sorten bis hin zu Popcorn-Mais.
Erntezeit
Mühe und Geduld haben sich gelohnt: Viele Blumen sind über den Sommer auf den Beeten gediehen, Kohlrabi und andere Gemüse konnten geerntet werden, das neu angelegte Kräutergärtchen gedeiht. Auch die erste Kürbisernte konnte eingebracht werden. Dazu gehören Zierkürbisse sowie Speisekürbisse, die zu Suppe und pikanten Brotaufstrichen weiterverarbeitet werden. Der Sommer hat auch das Gras und Unkraut wachsen lassen, es gibt immer etwas zu tun.
Gelände schützen und erhalten
Die Projektgruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen Teil des Geländes zu schützen und der Natur zu Nutze zu machen. Dazu gibt es viele Ideen neue Ideen.
Aktuelles Projekt: Bau eines "Insektenhotels"
Aus heimischen Buntsandsteinen und verschiedenen Baumstämmen errichten die Schüler/innen mit ihren Betreuern eine Schutzmauer für solitär lebende Bienen und andere Insekten. Hier werden den Insekten Nist- und Brutplätze zur Verfügung gestellt. Eine zusätzliche Wildblumenwiese dient den Bienen zur Nahrungsaufnahme.
Ziel des Projektes ist es den Lebensraum für Bienen zu erhalten, um so die Bestäubung und Nutzung von Obstbäumen zu sichern. Die Jugendlichen lernen sich aktiv mit dem Schutz der Umwelt auseinander zu setzen, stärken ihre handwerklichen und sozialen Fähigkeiten. Die ersten Arbeiten dazu haben begonnen, bis zum Frühjahr 2012 soll die Mauer fertiggestellt werden. Über ein Projekttagebuch werden die Arbeiten dokumentiert. Die Landesbank Baden Württemberg unterstützt das Projekt mit einer Spende.
Galerie1: Bilder aus dem ersten Gartenjahr 2011.
Bericht der Weinheimer Nachrichten vom 11. Mai 2011:
"Aus Brachland wird kleines Gartenparadies".