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Pilgerhaus Weinheim

Evang. Jugend- und Behindertenhilfe
Am Pilgerhaus 8
69469 Weinheim
Fon: 06201/50050
Fax: 06201/500513

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Was wir waren

Unsere Geschichte

1850-1880 Gründerzeit

1848 wird die Idee ins Leben gerufen, ein Rettungshaus zu gründen, "um der elenden Verwahrlosung und dem leiblichen und geistigen Zugrundegehen der großen Mehrzahl unehelicher oder verwaister Kinder" Abhilfe zu schaffen.

Wenig später wird die "Weinheimer Rettungsanstalt" von Consistorialrat Eduard von Bahder mit 7 Jungen eröffnet - mit finanzieller Unterstützung durch den Fabrikanten Carl Johann Freudenberg, der damit eine andauernde Tradition des Hauses Freudenberg begründete.

1850 Ankauf des Geländes "Am Igelweiher", wo heute noch das Pilgerhaus steht. Gräfin von Waldner aus Weinheim zahlte die ersten 1000 Gulden des Kaufpreises.

1851 wird Joseph Baumgartner erster Hausvater und betreut mittlerweile 40 Kinder.

1860 Zusammenlegung mit dem "Odenwälder Rettungshaus". Das Haus bekommt den Beinamen "Pilgerhaus".


1880-1914 Das Haus wird bestellt

1885 Verleihung der Körperschaftsrechte durch das badische Ministerium des Innern.

1902 wird eine neues Knabenhaus seiner Bestimmung übergeben.


1914-1925 Kriegs- und Inflationszeit

Der Erziehungsarbeit wird immer schwieriger; Lehrer und Gehilfen müssen zum Kriegsdienst und auch nach Kriegsende ist es schwierig, Personal zu finden.


1925-1934 Das Pilgerhaus wird größer

Langsam bessert sich die Situation. Vergrößerungen und Modernisierungen werden möglich. Die Pilgerhausfamilie wächst auf 90 Mitglieder.


1934-1950 Das Pilgerhaus in seiner schwierigsten Zeit

1934/35 Das Haus verwandelt sich zu einem Heim für 80 schulentlassene Jungen, die eine Ausbildung bekommen sollen. Die vorhandenen Kinder werden in andere Einrichtungen verlegt.

In den Kriegs- und Nachkriegsjahren kommen immer wieder kranke und alte Menschen im Pilgerhaus unter.

1947 beschließt der Verwaltungsrat, das Haus wieder seiner ursprünglichen Bestimmung zuzuführen und Kinder und Jugendliche schulpflichtigen Alters aufzunehmen.

1949 entsteht auf dem Sportplatz ein kleines Schulhaus.


1950-1975 Das Pilgerhaus erhält ein neues Gesicht

Die Jahre sind von reger Bautätigkeit geprägt:

1959 Einweihung eines Neubaus für Lehrlingsheim, Verwaltung und Festsaal.

1961-1963 Umbau von Stall und Scheune zu Wäscherei und Näherei.

1967 Einweihung der Peter-Koch-Schule (benannt nach dem ersten Lehrer des Pilgerhauses).

1969 Inbetriebnahme des neuen Bubenhauses (jetztiges Terrassenhaus).

1970-1974 Einrichtung eines Ferienhauses auf der Insel Neuwerk bei Cuxhaven.


1975-2000 Erweiterung der Aufgaben - Jugendhilfe und Behindertenhilfe

Die Herabsetzung des Volljährigkeitsalters und der Ausbau familienorientierten Hilfen führt zu einem drastischen Rückgang der Belegungszahlen im Jugendhilfebereich.

1981 öffnet sich das Pilgerhaus nach langen, intensiven Beratungen der Behindertenhilfe. Die Zahl der Bewohner steigt zügig an. In der Jugendhilfe macht sich Ende der achtziger Jahre ein Trendwende bemerkbar: bedingt durch das neue teilstationäre Angebot steigen die Belegzahlen wieder.


2005 Einweihung des "Hans-Werner und Josephine Hector-Hauses",

das aufgrund einer großzügigen Spende der Hector-Stiftung realisiert werden konnte.

Historisches Foto um 1900: Eine Gruppe von Kindern sitzen und stehen vor einem Haus

Historisches Foto um 1900: Ein Haus mit spielenden Kindern