“Klimaanpassungen in sozialen Einrichtungen” ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, das das Pilgerhaus genutzt hat, um ein Klimaanpassungskonzept für drei seiner Gebäude erstellen zu lassen. Im Rahmen des Förderprogramms förderte das Bundesministerium ab 2024 die Erstellung eines Konzepts inkl. Datenerhebung, das als Grundlage dienen soll für bauliche, grüne Maßnahmen zur Anpassung der Einrichtung an die sich verändernden klimatischen Bedingungen. Nun ist das Klimaanpassungskonzept fertig, das von der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft e.V. (kurz: FEST) aus Heidelberg erstellt wurde.
Warum haben wir das Konzept erstellt? Wir alle merken, wie sich das Wetter verändert. Es regnet häufiger, Hitzeperioden werden länger, in einigen Regionen kommt es daher zu Dürren, Starkregenereignissen und Hochwasser. Und das sind nur einige Phänomene, die wir aufgrund des Klimawandels beobachten. Insbesondere Hitze hat Auswirkung auf unsere Organismen. Mit Blick auf die Menschen, die im Pilgerhaus leben und arbeiten, möchten wir dafür Sorge tragen, dass das Pilgerhaus ein lebenswerter Ort bleibt. Das bedeutet zum Beispiel, dass wir uns genau anschauen, wie warm es in den Sommermonaten in den Wohn- und Arbeitsräumen wird. Denn hier halten sich rund um die Uhr Menschen auf. Daher haben wir bereits 2021 erste Schritte eingeleitet, um uns für das Förderprogramm zu bewerben. Bewilligt wurde es dann Anfang 2024.
Was wurde untersucht? Von Oktober 2024 bis November 2025 waren sogenannte Datenlogger im Terrassenhaus, im und außen am Verwaltungsgebäude und im Hector Haus verteilt. Diese haben Daten zu u.a. Temperatur und Luftfeuchtigkeit gesammelt, Tag und Nacht. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Viele Räume, vor allem Schlafbereiche, sind in den Sommermonaten zu warm, teilweise auch nachts. Neben dieser Datenerhebung wurden auch Mitarbeitende sowie Bewohner*innen dazu befragt, wie sie die Veränderungen des Klimas wahrnehmen und wie es ihnen damit geht. All diese Daten bilden die Grundlage, um geeignete und wirksame Maßnahmen zu entwickeln.
Was kommt nun? Das Klimaanpassungskonzept zeigt deutlich auf, welche insbesondere grünen Maßnahmen Wirkung zeigen könnten. Grüne Maßnahmen, das bedeutet naturbasierte Maßnahmen. Dazu zählen zum Beispiel Fassaden- und Dachbegrünungen oder Entsiegelungen von geteerten Flächen. Aber auch weitere Verschattungsmaßnahmen wie Markisen oder der Ausbau des Baumbestands nahe der Gebäude sind wichtig. Das Konzept dient nun als Grundlage für die Beantragung der tatsächlichen Bau- bzw. Sanierungsförderung, sobald diese Fördermittel bereitstehen.
Hier habt ihr einen Einblick in das von FEST erstellte Klimaanpassungskonzept als PDF sowie die Flyer und Plakate, die ihm Rahmen des Projekts erstellt wurden.
Wir wünschen uns natürlich, dass alle Menschen im Pilgerhaus von den Maßnahmen profitieren. Mit der Umsetzung dieser Förderung leistet das Pilgerhaus einen wichtigen, ersten Beitrag zu einem zukunftsfähigen, klimaangepassten Alltag.


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